SPION & SPION

Der gebürtige Kubaner Antonio Prohias (1921 – 1998) war der beliebteste politische Karikaturist seines Landes. Doch als nach der Revolution Fidel Castro in einer seiner Reden einen Cartoon von Prohias als Beispiel für konterrevolutionäre Umtriebe anprangerte, war dieser seines Lebens nicht mehr sicher. Da die Arbeitsbedingungen in Kuba unerträglich, ja sogar lebensgefährlich wurden, verließ Prohias Kuba 1960.

SPION & SPION

Wie er schließlich bei MAD landete, ist eine eher komische Geschichte. Als Prohias in New York unangemeldet das MAD-Büro aufsuchte, betrachtete man dessen Spion & Spion-Comics wohlwollend. Doch die Redakteure hatten letztendlich kein Interesse daran und verwiesen ihn an andere Publikationen. Daraufhin begann Prohias seine Probezeichnungen zu zerreißen, da er sie eigens für MAD angefertigt hatte und Spion & Spion entweder dort oder gar nicht erscheinen sollte. Dies überzeugte, Prohias verließ die Redaktion mit einer Anzahlung von 800 Dollar und im Januar 1961 erschien in MAD der erste Comic mit Spion & Spion.

Spy & Spy Bierdeckel

Auch deutsche Zeichner wie I. Astalos und Dieter Stein, die beide zum Comicfestival München kommen, zeichneten für das deutsche MAD Comics mit Spion & Spion. Stein war auch an der Realisation des MAD-Spiels Spion & Spion für „Halbidioten und Doppelagenten“ beteiligt.

Spion & Spion

1997 übernahm Peter Kuper die Traditionsserie. Seitdem ist er in jeder Ausgabe von MAD mit einem von ihm geschriebenen und gezeichneten Comic mit Spion & Spion vertreten.

Spion & Spion

Wir freuen uns sehr Peter Kuper zum Comicfestival München zu begrüßen. Im Jüdischen Museum München wird vom 23.5. bis 28.5 im Studienraum eine kleine Ausstellung mit Werken von Kuper gezeigt.

Peter Kuper

Alle Besucherinnen und Besucher des Comicfestivals erhalten gegen Vorlage des Festival-Tickets freien Eintritt ins Jüdische Museum. Dort findet am 25. 5. ein von Paul Gravett geführtes Künstlergespräch statt.

Auf dem Comicfestival München 2017 wird 50 JAHRE DEUTSCHES MAD unter anderen mit einer am 12. Mai startenden Ausstellung im Valentin Karlstadt Musäum gefeiert. Zu Gast sind MAD-Zeichner wie Tom Bunk, Martin Frei oder Dieter Stein. In diesem Zusammenhang wird auch Herbert Feuerstein, der ehemalige MAD-Chefredakteur mit dem PENG!-Preis für sein Lebenswerk geehrt. Am 27. Mai wird der MAD-Zeichner I. Astalos in der Alten Kongresshalle den Preis für ihn entgegennehmen.

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