Terry Moore

US-Indie-Ikone Terry Moore wurde 1954 in Houston geboren. Er war lange Jahre Video-Editor in einer Werbeagentur und schlug sich auch als Musiker nicht schlecht.

Terry Moore

Moore arbeitete für die Comic-Großverlage Marvel und DC sowie für das Star Wars-Universum. Nach dem fehlgeschlagenen Versuch, als Autor und Zeichner seine Daily Strips bei einer Tageszeitung unterzubringen, gründete er ein eigenes Label und startete sein Hauptwerk Strangers in Paradise (1993-2007), das zur Freude der Fans 2018 fortgesetzt wird!

Terry Moore

Seit 2008 folgten weitere Serien im Selbstverlag, die sein ganzes zeichnerisches und erzählerisches Spektrum eindrucksvoll belegen. Neben Strangers in Paradise (abgeschlossen in 6 Bänden) erschien bei seinem deutschen Verlag Schreiber & Leser die Horror-Serie Rachel Rising (abgeschlossen in 7 Bänden). Pünktlich zum Comicfestival München 2017 startet Schreiber & Leser seinen Superhelden-Zyklus Echo.

Terry Moore

Zu STRANGERS IN PARADISE: Von 1993 bis 2007 zeichnete Terry Moore mehr als 2000 Comicseiten mit den Erlebnissen seiner beiden ungewöhnlichen Heldinnen Francine und Katina Choovanski alias Katchoo. Diese kennen sich seit der Schulzeit und wohnen mittlerweile als junge Erwachsene in einer WG. Francine weiß nicht, dass Katchoo eine Weile im sozialen Abseits lebte und sogar eine FBI-Akte über sie existiert. Katchoo hat seitdem genug von Männern, während Francine nur Pech mit ihnen hat. Eigentlich ist Katchoo in Francine verschossen, doch dann komplettiert der Kunststudent David das Trio und lädt Katchoo dazu ein, ihre sexuelle Ausrichtung noch einmal zu überdenken…

Terry Moore

Terry Moore hat Strangers in Paradise sehr stimmungsvoll in schwarzweiß zu Papier gebracht. Seine Figuren agieren äußerst ausdrucksstark fast schon am Rande des Slapsticks, verlieren dabei aber nie ihre Menschlichkeit. Moore fand die extrem langbeinige, statisch nicht korrekte Darstellung von Frauen, speziell in den Superhelden-Comics, immer etwas lächerlich. Auch daher schuf er mit der blondmähnigen Katchoo und der verzweifelt gegen ihre Pummeligkeit kämpfenden Francine zwei glaubhafte, zu starken emotionalen Ausbrüchen neigende Gegenmodelle. Der Erfolg gab Terry Moore recht, denn Strangers in Paradise erreichte mehr weibliche Leser als die meisten Comic-Serien.

Zu RACHEL RISING: Im Zentrum von der Serie steht die blonde Rachel,  die am Anfang der Geschichte bereits tot ist. Doch zur Freude nicht nur ihrer dunkelhaarigen Freundin Jet, die in einer Autowerkstatt angestellt ist und in einer Band spielt, gibt es für Rachel eine Auferstehung. Sie ist jedoch nicht die einzige Bewohnerin der Kleinstadt Manson, die aus dem Totenreich zurückkehrt. Im Gegensatz zu Rachel meinen es die meisten ehemaligen Toten nicht allzu gut mit ihren noch lebenden Mitmenschen. Außerdem hat das kleine nur auf dem ersten Blick harmlos wirkende Städtchen Manson eine ganz finstere Vergangenheit, denn hier wurden einst Hexen verbrannt…

Terry MooreAuch Moores insgesamt flott-fröhliche Serie Strangers in Paradise hatte ihre finsteren Momente und daher verwundert es nicht, dass Rachel Rising trotz einiger ganz schön drastischer Gewaltdarstellungen nicht völlig humorfrei nd manchmal auch ergreifend romantisch ist. Die Serie hält ihr hohes Niveau über alle 42 US-Hefte, die Schreiber & Leser in sieben Sammelbänden veröffentlicht hat.

Zu ECHO: Eine junge Frau, Julie Martin, gerät nach einer merkwürdigen Explosion am Himmel in einen Regen aus einer metallischen Substanz, die an ihrer Haut haften bleibt. Und plötzlich hat sie besondere Kräfte! Leider wollen gewisse Leute den Stoff zurückhaben, und Julie würde ihn
auch ganz gern los. Doch so leicht geht das nicht…

Terry Moore

Die Geschichte ist einfach und kompliziert zugleich, denn Terry Moores meisterhaften Charaktere
sind alles andere als simpel.

Zum Downladen: DOSSIER TERRY MOORE